Folge 17 – Moderne Anästhesie in der Tiermedizin – sichere Narkose für Hund, Katze & Co

Shownotes

• Sorgen und Ängste von Tierbesitzern vor einer Narkose • Individuelle Aufklärung und Beratung im Vorfeld • Warum nicht alle Tiere während der Narkose beatmet werden müssen • Fortschritte in der Anästhesie und ihre Bedeutung für die Patientensicherheit • Notwendige Voruntersuchungen vor dem Eingriff • Risiken der Anästhesie bei Hund und Katze • Einfluss von Rasse, Alter und Gewicht auf die Narkose • Situationen, in denen von einer Anästhesie abgeraten wird • Schwierige Entscheidungen während einer laufenden Narkose • Mögliche Notfälle und deren Management • Die Aufwachphase als besonders kritischer Abschnitt und ihre intensive Überwachung • Effektive Schmerztherapie: Warum Patienten nach der Narkose schmerzfrei sind • Typische Reaktionen von Tieren kurz nach dem Aufwachen • Die Bedeutung professioneller Zusammenarbeit für eine ruhige und sichere OP und Genesung

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00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zur siebzehnten Folge unseres tiermedizinischen Podcasts.

00:00:21: Ich bin Manuela Bauer, herhost der durch das heutige Thema führt.

00:00:25: Viele Tierbesitzer verbinden Narkosen mit Unsicherheit und Sorge besonders wenn ihr geliebtes Tier operiert werden muss.

00:00:31: doch die moderne Tiermedizin hat enorme Fortschritte gemacht die das Risiko deutlich reduzieren.

00:00:37: Hinter jeder Anästhesie steht in der Tierklinik Oberhaching ein eingespieltes Team aus spezialisierten Tierärzten und Fachpersonal.

00:00:44: Diese Profis planen jeden Eingriff individuell und passen die Narkose exakt an Alter, Gesundheitszustand und Tierart an.

00:00:53: Von der Voruntersuchung bis zur Aufwachphase wird jedes Detail überwacht!

00:00:58: Dr.

00:00:58: Corbinian Pieper erklärt warum Vertrauen in die Expertise der Fachärzte heute wichtiger und berechtigter ist denn je.

00:01:05: Hallo Herr Dr.

00:01:05: Pieper

00:01:06: Hallo, grüß Sie!

00:01:07: Ich stelle sie kurz vor.

00:01:10: Nach ihrem Studium an der LMU in München haben sie am Institut für experimentelle Onkologie und Therapieforschung am Klinikum rechts der ISA promoviert und parallel in der Chirurgie der Kleintje-Klinik der LMu München gearbeitet.

00:01:24: Zwei-tausend neun haben sie ihren Fachtierarzt für Anesthesiologie gemacht und hatten von zwei tausend vierzehn bis zweitausend siebzehnt eine Vertretungsprofessur.

00:01:32: Für Anesthisilogie und Intensivmedizin ebenfalls an der LMU München, Und dann kam der Sprung zwei Tausend zwanzig zur Tierklinik Oberhachinge wo Sie seit zweitausendszwanzig auch Teilhaber sind.

00:01:45: Ja Doktor Pippa warum haben denn so viele Tierbesitzer Angst vor einer Narkuse?

00:01:49: Das ist eine sehr gute Frage.

00:01:51: Ich glaube, das ist gefühlt einfach eine Situation für die Tierbesitzer, die nicht richtig greifbar scheint.

00:01:59: Es ist ja wie so ein Zustand zwischen Leben und Tod irgendwie.

00:02:03: Die Tiere bekommen da irgendwas gespritzt, ominös – dann dämmern sie weg!

00:02:07: Jeder hat auch schon mal wahrscheinlich von bekannten Freunden verwandten gehört, dass irgendwo im Dunstkreiser jetzt mal ein Tier Komplikationen hatte in der Narkose, dass vielleicht eine Narkoise abgebrochen werden musste.

00:02:19: Vielleicht sogar das man hier verstorben ist.

00:02:21: und natürlich ist es ein Risiko was real ist völlig klar ja aber es ist natürlich unglaublich gering das Risiko.

00:02:28: und ich glaube wenn man den Leuten das einigermaßen erklärt wo die Risiken für ihr eigenes Tier gerade liegen, ist das auch eine Sache.

00:02:36: Eine Angst, die man den recht gut nehmen kann eigentlich.

00:02:39: Aber erst mal ist es glaube ich dieses Ungewisse, dieses nicht steuerbare Gefühl.

00:02:42: Man kann da nicht nichts machen.

00:02:44: Ich glaube auch dass viele Tierbesitzer immer noch denken... dass der Tierarzt einfach ein Mittel spritzt und dann schläft das Tier ein, und schläft auf unbestimmte Zeit.

00:02:54: erst mal sagen jetzt mal.

00:02:55: Und der Tierartist hat da keinen Einfluss drauf und so ist natürlich nicht mehr.

00:02:59: Sie können die Zeit ganz genau bestimmen

00:03:01: mit der Dose?

00:03:02: Genau!

00:03:02: Das ist der große Vorteil auch gerade von neueren Anesthetikern die extrem gut steuerbar sind.

00:03:10: Das heißt, wir können sehr gut bestimmen wie lange die Wirkung anleiht dauern soll.

00:03:15: Wir können es entweder antagonisieren von der Wirkung oder das sind so kurzwürzige Medikamente, dass einfach sobald ich die Zugabe dieser Medikamente stoppe, die Tiere wieder wach

00:03:23: werden.".

00:03:24: Ich glaube, dass es schon fast ein Mythos ist.

00:03:26: Weil das geistert ja auch bei uns zwei Beinern so, warum sage ich jetzt mal so?

00:03:31: Jede OP ist ein Risiko weil der Dinakose und so weiter.

00:03:35: Das ist so fest.

00:03:37: Und es gibt natürlich auch die Fälle, die nicht gut gehen.

00:03:40: Und natürlich auch wenn das wahnsinnig selten vorkommt... schwingt ja immer so ein bisschen die Sorge mit.

00:03:47: Da könnt auch mein Hund, meine Katze meinen Kaninchen treffen oder uns Menschen mehr.

00:03:51: wir ins Krankenhaus gehen weil es natürlich Venniskomplikationen gibt die durchaus auch tödlich war verlaufen können.

00:03:57: und das ist anders.

00:03:58: wenn ich jetzt sage da passiert irgendwas unvorhergesehenes sag jetzt mal bei einer Umfangsvermehrung in der Haut die ich rausnehme dann wird er patzentig dran sterben gleich.

00:04:08: aber eine Narkose kann er theoretisch verstärben und das glaube ich dass was den Leuten zu Angst macht

00:04:13: Und wie klären Sie die Leute dann auf?

00:04:16: Ja, das ist sicherlich auch ganz individuell abhängig von dem Eingriff der durchgeführt wird.

00:04:25: Von den Patienten selber.

00:04:27: Wie erkrankt er vorher ist.

00:04:30: und man kann glaube ich sagen dass sage jetzt mal wir versuchen den Leuten zu erklären Mit der Ausstattung, mit den Medikamenten die wir haben erstmal eine sehr sichere und schonende Larkose fahren können.

00:04:44: Und dass wir vor allem auch durch die Überwachung sehr früh schon merken wenn irgendwas nicht in geordneten Bahnen läuft und dann gegensteuern können.

00:04:53: Im Endeffekt rührende die Komplikationen wenn sie eintreten ganz häufig.

00:04:59: daher das die Patienten sage jetzt mal wichtige Organsysteme nicht adäquat mit Sauerstoff versorgt haben für einer gewisse Zeit in der Narkose.

00:05:09: Das können wenige Sekunden oder auch wenige Minuten sein und kann aber je nachdem was für ein Organ ich betrachte, was sich ZNS also Gehirn oder Herz oder Niere zu gravierenden Folgen führen.

00:05:22: Und ich glaube wenn man den Leuten erklärt dass das der Kern vieler Komplikation ist und dass wir durch gerade unsere Überwachung wahnsinnig schnell rausfinden können dass Blut nicht adäquat mit Sauerstoff versorgt ist.

00:05:35: Wenn der Blutdruck nicht passt und damit die Organe nicht adekwaltig blutet sind, dann haben sie ein Verständnis dafür, der scheint zu verstehen was dahintersteckt hinter den Problemen und kann das offensichtlich frühzeitig erkennen und dann gegensteuern.

00:05:46: Und das macht ihn schon ein bisschen ruhiger, dass Sie merken okay da ist jemand, der hat einen Blick darauf, dass es die ganze Zeit minutlich sekündlich gemessen wird und auch überwacht wird von jemandem.

00:05:59: Die Tiere werden ja Beatmet, sag ich jetzt mal.

00:06:02: Also nicht beatmet aber die haben Sauerstoffzufuhr.

00:06:04: Die sind

00:06:05: intubiert

00:06:05: oder?

00:06:06: Genau, die sind inturbiert.

00:06:07: Die haben alle eine Sauerstoffsufuhr.

00:06:09: Es werden nicht alle beatmet.

00:06:10: also ich denke schon Ich bin ein relativ großer Freund von Beatmung.

00:06:13: Ja Aber es müssten nicht immer alle Tiere beatmet werden.

00:06:16: Aber ist wichtig dass hier Sauerstock zugeführt bekommen und dann Gucken wir halt, können die Patienten selber adäquat schnaufen oder nicht?

00:06:24: Und wenn sie das nicht können werden Sie mit der Maschine beatmet.

00:06:26: Genau und das geht auch heutzutage mit wahnsinnig schonenden Beatmungsgeräten.

00:06:31: Auch da komme ich nach außerhalb Zeit wo es gar nicht schonend war.

00:06:35: Da wurde wirklich dieses Volumen fast appliziert worden mit einer relativ großen Geschwindigkeit, relativ unschonend reingedonnert, sage ich jetzt mal.

00:06:43: Und da ist aber wahnsinnigt viel passiert.

00:06:45: Wir haben mittlerweile Ja, auch in der Veterinärmedizin.

00:06:48: Ich sage jetzt mal humanmedizinsche Standards was Beatmungen anbelangt und da kann man wirklich sehr, sehr schonend beatmen.

00:06:54: Ich wollte gerade fragen wie sicher ist denn die Anästhesie im Vergleich zu früher?

00:06:59: Ja also deutlich sicherer geworden!

00:07:02: Also ich sag jetzt mal ja im Verlauf der letzten fünfzig, sechzig Jahre gab es so im Schnitt wahrscheinlich alle zehn, fünfzehn Jahre größere Studien die gemacht worden sind nicht immer in Deutschland viel im Engelsprachigen Raum, die dann veröffentlicht wurden.

00:07:18: Das waren wirklich groß eingelegte Studien über viele Tausend Patienten und sie haben sich vor allem das perioperative Risiko angeschaut.

00:07:31: betrachten, beispielsweise im Zeitraum Narkose-Einleitung bis zwei Tage nach der Narkoise und wie viel Prozent der Patienten verstärben da.

00:07:38: Und da sieht man natürlich im Laufe dieser fünfzig-sechzeig Jahren wahnsinnige Rückgang.

00:07:43: Man sieht einen unglaublichen Fall dieses Narkosirisikurs so im Laufer der sechziger Jahre.

00:07:49: Da kam die Pulsoxymetrie also Messung von Sauerstoffsettingen um Blut und Pultsurquenz kam auch in der Tiermedizin ein bisschen auf.

00:07:57: die OP-Tasche hat das Risiko wahnsinnig gesenkt.

00:08:01: Und seitdem haben wir schon, sag ich mal für die gesunden Patienten immer ein relativ geringes Risiko.

00:08:07: wo wir noch wahnsinnigt aufruhten konnten gerade in den letzten zwanzig Jahren ist wirklich im Bereich der kränkeren Patienten also die schon mit großen oder größeren Vorschädigungen in die OP gehen ja die beispielsweise Herzvorkrankt sind, Dienerinvorerkrankung haben die vielleicht auch von der Lunge eingeschränkt sind Also einfach Patienten, die man früher nicht so gerne in der Kurse gelegt hat.

00:08:27: Weil mein Sorge vor den Akkurser hatte.

00:08:29: Macht man das wie bei Menschen mit EKG vorher?

00:08:31: Ja absolut!

00:08:32: Die kriegen auch EKG, auch in der OP natürlichen EKG geschrieben.

00:08:37: Auch die Untersuchungen vorher werden ähnlich, denke ich.

00:08:39: wir haben Menschen gemacht, EKG, Ultraschall, Untersuchung vom Herzen wird alles durchquert.

00:08:44: bei Indikation also wenn ich jetzt im Patienten mir vorher untersuche Und da ist keine Auffälligkeit bei der Auskultation, also Abhören vom Herzen und auch von einem Nese.

00:08:57: Von dem Besitzergespräch wird mir nichts erklärt und beschrieben wo ich auf eine Herzschwäche ein Hinweis hätte.

00:09:04: Dann würden wir das nicht machen.

00:09:05: Aber wenn wir irgendwelche Hinweise haben dann verfolgen diese Hinweise und gucken eben bis hin zur EKG-Kontrolle oder Herzulterschalluntersuchung was da vielleicht los sein könnte.

00:09:14: Na eben, Herzkreislaufversagen kommt ja häufiger vor.

00:09:18: Absolut!

00:09:19: Dreißigvierzig Prozent sicherlich der Todesfälle mindestens, die passieren im Rahmen der OP haben sowas zugrunde liegend her.

00:09:28: Was sind denn die Unterschiede jetzt

00:09:30: bei Hund

00:09:30: und Katze?

00:09:32: Sind die häufigsten Patienten hier?

00:09:34: Ja, es sind die häufigste Patienten.

00:09:35: Also vom Risiko her liegen sie schon in einem ähnlichen Dunstkreis beim Hund... Jetzt die neueste Studie, die da auf dem Markt kam, redet beim Hund über alle Hunde.

00:09:51: Egal ob gesund oder krank.

00:09:53: im Durchschnitt von Nullkommar ein Sieben Prozent Narkose.

00:09:55: Risiko bei der Katze ist Null Komma zwei vier Prozent.

00:09:59: Aber das betrachtet wirklich die Gesamtheit auch die kungen Krankenpatienten dazu.

00:10:04: Wenn wir uns die gesunden Hund und Katzen raussuchen liegen war nur bei Null comma Null fünf Prozent bei beiden Späts in etwa.

00:10:11: ja.

00:10:11: also dass es Wahnsinnig geringes Risiko muss man sagen.

00:10:14: Immer noch höher als bei Menschen, was wir auch dazu sagen.

00:10:17: aber wir konnten glaube ich da viel Boden gut machen.

00:10:20: Wieso ist es höher beim Tieren als beim Mensch?

00:10:24: Das ist eine Studie die groß angelegt ist.

00:10:26: ja das sind also jetzt nicht nur Patienten in einem großen Zentrum mit Fachärzten in den OP in Narkose gegangen sind.

00:10:35: Also da gibt es auch kleinere Praxen, wo vielleicht doch die Narkuse nicht von dem Fachtierarzt durchgeführt wird.

00:10:41: Das spielt bestimmt eine Rolle das bei menschlich immer ein Anästhetist und Facharzt wie Anästen sieht.

00:10:45: dabei ist Ich glaube schon auch, dass die Überwachung noch mal besser ist bei Menschen.

00:10:52: Auch da wieder groß angelegte Studie.

00:10:53: Auch wenn jetzt hier bei uns, Kapnografie, EKG, Puls-Oximetrie, Blutdruckmessungen alles standardmäßig da ist, ist das sicherlich nicht in jeder Praxis so.

00:11:02: Also die Überachung ist bestimmt auch beim Menschen in der Fläche nochmal besser als bei den Tieren.

00:11:08: Aber ich denke, der Standardtier ist schon sehr hoch auf alle Fälle an der Klinik?

00:11:11: Ja

00:11:11: ja, das kann man schon sagen.

00:11:14: und wie gesagt ... Ein Risiko von unter null, ein Prozent ist schon auch... Das ist gering.

00:11:21: Ja, das ist gringer, würde ich sagen.

00:11:22: Nach welchen Faktoren setzt sich denn so eine Planung jetzt für die Anästhisierung zusammen?

00:11:26: Das ist wahrscheinlich so Gewichtalter nämlich an

00:11:28: und was kommt noch

00:11:29: dazu?

00:11:29: Genau also Gewicht Alter oft muss man sagen auch so bisschen die Rasse und das Temperament.

00:11:34: ja.

00:11:35: Also als Beispiel die Fragestellungen wie wird dieser Patient prämidiziert sediert?

00:11:42: können wir das ja direkt in die Wehne das Medikament geben, um ein bisschen zu beruhigen.

00:11:48: Man kann aber auch sagen bei einem Patient ist er jetzt mal ein junger etwas aufgedrehterer Jungspund-Hund, der wie so einen Flummy bei uns in die Klinik kommt.

00:11:59: Der wird nicht mehr sein Fötchen reichen, dass ich da einen Zugang lege, um ihn zu beruigen sondern er möchte eigentlich am liebsten direkt wieder nach Hause gehen.

00:12:08: Und der bekommt dann ganz häufig auch intermuskulär eine kurze Spritze, ja?

00:12:13: Hinterrücks!

00:12:14: Der Besitzer streichelt vorne und ich streiche von hinten an... ...und dann geht das deutlich besser für die Patienten.

00:12:20: Dann pikst du einmal aber dann ist es auch gut und dann können sie sich in Ruhe wirklich dann irgendwo ablegen und beruhigt werden.

00:12:27: Also da spielt eine Rolle Temperament sicherlich.

00:12:30: Und dann ganz klar natürlich auch so ein bisschen die Ergebnisse aus meinem Besitzergespräch.

00:12:35: also was Gibt der Vorbericht her, gibt es irgendwelche Hinweise auf Erkrankungen?

00:12:40: Und was zeigt meine Algemeinversuchung und was zeigen vielleicht die Blutwerte.

00:12:44: Das hat einen Einfluss auf sowohl die Medikamente, die ich dann auswähle als auch vielleicht die Art und Weise Applikationen als auch sicherlich das ganze Dummrum Infusionsmanagement eventuell dreißig unterstützende Therapien, die man anwählen muss diese Geschichten.

00:13:00: Jetzt sind ja heutzutage relativ viele Tiere übergewichtig.

00:13:04: spielt Übergewicht da auch nach Rolle?

00:13:05: Ja, also Übergewicht spielt im Rahmen des intraoperativen Verlaufes eine Rolle was die Atmung und Beatmungsmöglichkeiten anbelangt.

00:13:17: Also adipöse Patienten neigen einfach dazu dass sie nicht so gut selber atmen mehr und brauchen aber auch oft höhere Beatmungsdrücke um noch adäquat sozusagen Luft in die Lunge rein zu bekommen dadurch das doch vom Bauchraum her, vom Abdomen her ein relativ großer Druck dann auf der Lunge lastet.

00:13:38: Neigen die auch dazu dass sie schneller Hypoxien also Sauerstoff- und Unterversorgung erhalten oder bekommen in der Kose weil die Lunge nicht so adäquat wirklich belüftet ist wie es eigentlich sein sollte.

00:13:47: Also das ist eine Sache die bei adepösen Patienten immer eine Rolle spielt Und sicherlich auch die Frage der Medikamententosierung.

00:13:55: Wenn wir Sie jetzt sagen, Sie rechnen das raus nach dem Körpergewicht.

00:13:58: Da muss man natürlich schon sagen so ein viel Fettgewebe im Hund ist ein Gewebe was nicht besonders viel Anesthetikum braucht eigentlich.

00:14:04: Das heißt, wir müssten da eigentlich unsere Medikamente abziehen.

00:14:07: Wir versuchen dann eher auf das Ideal-Gewicht, sage ich jetzt mal, anführungsstrichen zu therapieren oder zu medizieren.

00:14:14: Messen sie denn die Muskelmasse?

00:14:16: Nein,

00:14:17: wir schätzen es dann schon ab!

00:14:18: Also wir messen das nicht und sagen okay wie ihr Biegel, der vor mir steht.

00:14:23: Der sollte vielleicht um die dreizehn Kilo haben hat aber zwanzig.

00:14:26: Dann rechne ich mal aus auf ein Gewicht von fünfzehn Kilos das was vielleicht gerade bei den Medikamenten jetzt nicht im Fettgewebe sich da groß anlagern.

00:14:38: Jetzt hatten wir ganz kurz den Faktor älter angesprochen.

00:14:42: Stimmt es wirklich und woran liegt es dass dann ältere Patienten ja etwas risiko behafteter sind?

00:14:48: Nämlich mal eine.

00:14:49: Ja sie sind schon ne.

00:14:51: also Alter ist auch so eine schwierige Geschichte.

00:14:54: Ich kenne noch Lehrbücher, die da für die Spezieshund einen Alter in Jahren vorgeben und sagen ab dem Alter wird es gefährlicher.

00:15:03: Das kann man eigentlich fast heute gar nicht mehr so sagen.

00:15:06: weil natürlich dieses Alter diese Geriatrie, alte Patienten werden als geriatrische Patienten bezeichnet.

00:15:12: das ist ja wahnsinnig rassabhängig.

00:15:13: also man sagt geriatrisch ein Patient ab seventy Prozent seiner Lebenserwartungen.

00:15:17: jetzt ist natürlich Sag jetzt mal, sind diese seventy-fünf Prozent bei einer Dogge viel früher erreicht als beim Dackel beispielsweise?

00:15:25: Das ist auch da ein bisschen auf die Rasse schauen.

00:15:27: Wann ist dieser Patient geriatrisch?

00:15:29: und bei diesen geriatrischen Patienten wissen wir einfach das wichtige Organsysteme ja auch da wieder Niere Lunge Herz zentrales Nervensystem dazu neigen dass sie Erkrankungen erfahren Oder aber auch wenn sie erst mal augenscheinlich stabil wirken und nicht erkrankt, dass die Subklinischfett auch Erkrankungen schon haben können.

00:15:52: Die gar nichts im Tragen kommen.

00:15:53: Wo der Besitzer sagt ja also mein Pfiffi ist eigentlich total fit Ja?

00:15:57: Aber wenn dann der Stress kommt, Stress einer OP-Stress eines klinischen Aufenthalters Dann neigen die viel viel schneller dazu zu dekompensieren als es ein gesunder Hund das tun würde Und können dann vielleicht Veränderung nicht mehr so auffangen, wie das ein gesunder Patient kann.

00:16:12: Auch hemodynamisch im Herz-Kreisungssystem während der Narkose.

00:16:15: Er kann junger Patienten viel schneller reagieren auf Veränderungen und das kann der geriatische Patient viel schlechter und deshalb hat er einfach ein höheres Risiko.

00:16:24: Würden Sie denn generell gibt es Situationen oder bzw.

00:16:27: Patienten wo sie von einer Anästhesie abraten?

00:16:31: Ja schon!

00:16:34: nicht sicherlich täglich, aber immer mal wieder.

00:16:37: Also es sind Patienten... also zum Beispiel, es kommt ein Patient für eine, wir sagen elektive, also eine geplante OP, also kein Notfall in die Praxis und ich merke jetzt bei der Voruntersuchung, er hat einen Herzgeräusch

00:16:51: z.B.,

00:16:52: oder See im Blut.

00:16:53: da sind die Nierenwerte verändert.

00:16:55: Jetzt ist das eine elektive OP, die muss heute nicht passieren.

00:16:58: Die kann auch genauso gut in nächste oder zwei Wochen passieren.

00:17:00: Da würde ich denen erst mal absetzen vom OP-Pand und sagen okay, das muss mal abgeklärt werden.

00:17:04: Das können wir jetzt heute nicht in der schnelle machen vor der OP noch.

00:17:08: Wir müssen den erstmal aufarbeiten was die Niere anblankt zum Beispiel oder was es Herz anbelangt.

00:17:12: Und dann wenn wir wissen was los ist, dann können wir den vielleicht einstellen für Medikationen für diese Erkrankung und dann geht ja nochmal im separaten Termin.

00:17:19: Das wäre ein Fall.

00:17:21: Ein anderer Fall

00:17:23: Gibt es auch einen Fall, wo Sie sagen geht auf gar keinen

00:17:24: Fall?

00:17:25: Genau.

00:17:26: Andere Fälle wären Patienten, wo man sagt der ist wirklich erkrankt.

00:17:30: also auch da wieder der Herzpatient, er ist erkranked, er isst auf Medikation, der ist trotzdem immer kurz davor zu dekompensieren oder ist vielleicht schon dekcompensiert und er bekommt jetzt eine OP ohne die er auch leben könnte.

00:17:42: Dann würde ich sagen, das Risiko ist mir zu hoch.

00:17:45: Wir sind oft schon ältere Patienten.

00:17:47: der soll so noch leben.

00:17:48: wenn er sozusagen auch ohne die OP schmerzfrei und einigermaßen gut leben kann, würde ich die OP nicht machen oder muss zumindest die Besitzer sehr gut darauf vorbereiten dass es nicht gut ausgeht.

00:17:59: bei Patienten mit dem ähnlichem Vorbericht wo ich sage oh geh nicht davon aus dass das gut läuft die aber so schwer erkrankt sind dass sie eine OP bräuchten muss man einfach ganz tacheles wird den Leuten reden und sagen, wir können das probieren.

00:18:12: Aber vielleicht wäre auch die Alternasie gegebenenfalls eine Alternative.

00:18:16: Also wenn wir ihn nicht so lassen können aber die OP eine große Belastung wäre, die er wahrscheinlich nicht übersteht ist natürlich immer die Gefahr dass die Leute sehr viel Geld zahlen und haben am Ende ein totes Tier.

00:18:27: Und dann natürlich Unverständnis da ist von der muss da die Aufklärung wahnsinnig gut laufen, dass man sagt okay wir verstehen was sie das operieren lassen wollen.

00:18:34: ja Sie müssen einfach nur wissen es kann wirklich Mit der höheren Wahrscheinlichkeit nicht gut gehen.

00:18:40: Wir würden in Raten das Nichtmeds operieren, und wenn die Leute sagen, sie wollen alles probiert haben, dann sind Sie zumindest aufgeklärt.

00:18:49: Ich habe ja auch von Fällen gehört ... wo in deiner Kose dann praktisch entschieden wurde, dass das Tier euthanasiert wird?

00:18:56: Weil man macht den Bauchdecker auf, sag ich mal.

00:18:59: Und man sieht völlig verkrebs oder so was.

00:19:02: Hatten Sie solche Fälle auch schon?

00:19:04: Ja!

00:19:05: gibt's immer mal wieder.

00:19:06: Also das ist auch jetzt nicht in der Tagesordnung, aber es sind schon Fälle die gar nicht so selten sind, dass man vielleicht schon Hinweise freue hatte ja, dass ich vielleicht schon Tumor im Abdomen der operiert werden soll und dann wird er barrufgemacht.

00:19:19: Da sieht man auch schon alle anderen oder viele andere Organe befallen.

00:19:23: Vielleicht so, dass wir uns erst einmal in der Diagnostik nicht hat sehen können adäquat?

00:19:27: Und dann aber in der OP-Seed, hey, das hat keinen Sinn!

00:19:30: Da rufen wir die Leute an und teilen denen die Bewunde mit.

00:19:33: und auch da wieder wenn die Leute sagen nee Machen Sie das?

00:19:36: Ja, wir wollen es zumindest probiert haben.

00:19:38: Das ist in Ordnung für uns ja aber viele sagen dann schon ja Dann ehrlich sagt lass mal ihnen doch oder sie doch gehen.

00:19:45: wenn jetzt eh schon die Narkose gerade läuft der Patient bekommt nichts davon mit dass er wirklich eine schonende Geschichte in dem Fall dann Ist immer traurig aber das kommt schon auch vorher.

00:19:55: Generell was so ein Notfall kann denn auftreten noch?

00:19:59: Also das ist durch eine wahnsinnige lange Liste was alles passieren kann.

00:20:04: Also was wir häufiger sehen als vielleicht quasi Notfall ist, dass wir schon wirklich mit Blutdruckprobleme bekommen und da im Endeffekt agieren müssen.

00:20:17: Das kann ein Blutduk-Affahrer sein aufgrund von starken Blutungen interoperativ.

00:20:22: Ja das kann eine Hypotension also ein niedriger Blut druck sein weil die Patienten einfach schon vorher vor der Narkose instabil waren.

00:20:30: ja von ihrem Kreissofär.

00:20:33: Das kann auch mal ein niediger Blutdruck sein, weil Patienten vielleicht Medikamenten assoziiert.

00:20:38: Wenn sie ja langsam Herzschlag bekommen oder die Gefäße sehr weit machen und dann deswegen der Blut druck abfällt.

00:20:43: Und da haben wir glücklicherweise im Haus sehr viele wirklich eine große Batterie von Medikamente, die wir speziell für für die Indikation hernehmen können.

00:20:54: Also wenn das Herz ziemlich langsam wird, dann kann man das Herz mit Medikamenten antreiben schneller zu schlagen.

00:21:00: Wenn die Gefäße eher weit machen haben wir Medikamente, die Gefässe wieder ein bisschen verengen ja?

00:21:05: Wenn die Patienten Blut verlieren, haben wir Transfusions... Möglichkeiten da für Bluttransfusionen.

00:21:11: Also können wir schon ziemlich gut darauf bauen, dass wir die Abhilfe haben.

00:21:15: aber das kann immer, also Hypotension, ja?

00:21:18: Wir sagen immer was kann in der Größe passieren?

00:21:20: Die drei Haars als Komplikation, Hypotension, also niedriger Blutdrucker, Hypoxie, wenig Sauerstoff und Hypothermie, also geringere Temperatur, dass die Patienten einfach auskühlen.

00:21:30: in der Operation Und bei der Hypotension haben wir wirklich viele Medikamente, die wir glücklicherweise einsetzen können.

00:21:35: Und die allermeisten Patienten damit wahnsinnig stabil kriegen und auch sehr schnell stabile bekommen.

00:21:39: Und beim Auskühlen eine Decke?

00:21:41: Ja, auch da hat sich sehr viel getan.

00:21:44: also ich kann mich erinnern als ich angefangen habe zu arbeiten war das sag jetzt mal der Standard dass die Patienten untertherberiert waren.

00:21:50: nach der Narkose gab es noch nicht so gute Wärmesysteme damals.

00:21:55: Aber seit vielen Jahren, jetzt mittlerweile schon haben wir wie so ein Warmluftgebläse.

00:22:01: Da liegen die Patienten auf Wärmematten, die von warmer Luft umströmt werden oder durchströmten werden und auch teilweise eine Decke, die auch so luftdurchströmend ist.

00:22:11: Und damit haben wir sehr gute Erfahrungen interoperativ für den Patienten warm zu halten weil es nicht nur das ist einfach... gemessen eine niedrige Temperatur haben, die haben wirklich Probleme damit.

00:22:20: Die bekommen auch da wieder Kreislaufprobleme, die schlafen lange nach und haben erhöhte Wundheilungsprobleme.

00:22:25: Die haben Gerinnungsproblemen durch die Hypothermie.

00:22:27: Also ganz viele Sachen, die dranhängen, die erst mal gar nicht so einem einleuchten.

00:22:32: Warum hatten der Patient zu Problemen?

00:22:33: Der ist einfach zu kalt!

00:22:34: Und dann reagieren auch die Patienten auf eine eingelattete Therapie für vielleicht eine Hypotension gar nicht adäquat weil er von den Rezeptoren her.

00:22:44: Ich

00:22:47: habe gelesen, die Aufwachphase sei so kritisch.

00:22:50: Richtig!

00:22:52: Ja auch das, die eben angesprochene Studie oder die Studien zum Narkose-Risiko betrachten eben auch die Phase nach der Anästhesie.

00:23:04: und in einer der letzten großen Studien kam raus dass von allen kleinen Tierpatienten die versterben etwa die Hälfte Postoperativ verstirbt.

00:23:18: Sehr postoperativ, sage ich jetzt mal von der Zeit?

00:23:21: Nee und da zum allergrößten Teil in den ersten drei Stunden nach deiner Größe.

00:23:27: Das hat natürlich viele Leute die im OP beschäftigt sind und auch vor allem viele Anästhesisten ein bisschen wachgerüttelt weil das schon ein großer Fingerzeug ist.

00:23:36: auf die Überwachung in dieser Auffahrphase oder zumindest als Frage stellt, ist es adäquat?

00:23:43: Bei mir als Kind eben auch noch so, wenn mein Hund beim Tierarzt war in der Kose wurde uns der damals schlafend in den Kofferraum gelegt.

00:23:49: Dann sind wir heimgefahren und ist der Hund irgendwann dann im Laufe der nächsten Stunden aufgewacht.

00:23:54: Das war irgendwie so normal.

00:23:56: Ist natürlich ein Glück lang nicht mehr so.

00:23:57: aber das zeigt schon dass da wahrscheinlich viel nicht gut gelaufen ist.

00:24:02: Das heißt die Patienten gehen in den Aufwachbereich werden langsam wach.

00:24:06: Die atmen ihr Narkosegas ab fangen an, wenn sie es nicht vorher schon gehalten haben wieder selber zu atmen.

00:24:14: Die Muskulatur kriegt wieder ein bisschen Tonus, die können sich bewegen.

00:24:18: und in dieser Phase das geht nicht von jetzt auf gleich, das dauert ja schon eine gewisse Zeit.

00:24:20: Genau

00:24:21: wie lange dauert das?

00:24:21: So eine Auffachphase?

00:24:23: Also ich sage jetzt aber bei uns ungefähr eine Viertelstunde.

00:24:27: Das ist schnell!

00:24:28: Das ist eben diese Steuerbarkeit der Medikamente.

00:24:31: Eine Viertellstunde ungefähr dauert es Und dann bringen Sie zumindest mal einen Brustlage.

00:24:36: also können Sie wieder aufrichten.

00:24:38: Aber das ist eine kritische Phase, weil vielleicht atmen die nicht adäquat.

00:24:41: Die atmen vielleicht schon aber nicht so richtig gut und dann könnte man erst leiden, der schnauft schon gut, jetzt kann ich gehen und da ist natürlich die falsche Reaktion.

00:24:49: Man muss dabei werben, muss die Weite überwachen, muss weiter diese Ausschusssättigung messen.

00:24:54: Muss weiter gucken dass die Adäquate Luft bekommen, dass sie die Atemwege verlegt haben.

00:24:58: auch da wieder Muskeltonus macht ganz viel aus.

00:25:01: ja wenn die noch sehr Schlaf von ihrer Muskulatur sind können sich leichter verschlucken.

00:25:06: Wir haben wirklich auch Verlegung der Atemwege bekommen.

00:25:10: Dafür braucht es einfach eine kontinuierliche Überwachung, bis die Patienten wirklich G- und Stähfähig sind.

00:25:15: Und wenn man da frühzeitig Tiere verlässt, dann merkt man das nicht.

00:25:19: Dann kommt man irgendwo in den Raum rein und das Tier liegt dann tot dar, vielleicht?

00:25:23: Also die Aufachphase sind fünfzehn Minuten aber die Überwachungszeit ist schon noch ein paar Stunden.

00:25:28: Genau!

00:25:28: Also die Auffahrphase, ich sage jetzt mal, bis sich die Patienten einen Brustsaar gebringt, ist fünfzehnt minuten, stehen können, ist das oft auch mal eine halbe Dreiviertel Stunde bei uns im Haus.

00:25:38: Aber diese ganz kritische Phase bis der Tourist gezogen werden kann also dieser Schlauch der in der Luft gesteckt ist ja dass es oft zu einer Viertelstunde und dann ist aber trotzdem im Aufwachraum noch eine Person die halt auf diese Patienten aufpasst und auch Protokoll schreibt tatsächlich nicht so ganz aktivisch und jede fünf bis zehn Minuten wie in der OP selber aber alle viertel stunden sicherlich dass ein protokoll geschrieben wird und die wichtigsten Parameter notiert werden bis die Tiere wirklich G-fähig sind wieder und dann nach Hause gehen können.

00:26:04: Und wie stellen Sie sich sicher, dass das Tier keine Schmerzen hat noch der OP?

00:26:08: Eine

00:26:10: sehr gute Frage!

00:26:11: Das ist eine sehr gute frage weil die Tiere sich auf dich nicht übermalisieren können.

00:26:14: ja bei Menschen kann man fragen Ja Frau Bauer haben sie schmerzen?

00:26:17: ja nein das geht beim Tieren nicht.

00:26:19: es heißt wir greifen natürlich wahnsinnig viel auf human medizinische Daten zurück und gehen einfach davon aus dass Eingriffe lieber menschen als schmerzhaft beschrieben werden auch mal dem tier als genauso schmerzhaft gelten.

00:26:31: Das heißt wir recht und schon auch viel nach denen?

00:26:34: Und dann haben wir natürlich schon Hinweise, also zum einen was Blutdruck anbelangt, was Herzlücken anbelANGT im Wachverhalten, was auch Fakten jaulen anbelangen, was Abwehrspannungen anbelankt.

00:26:46: wenn der Patient zum Beispiel ein Bauchsschnitt erfahren hat in der Auffahrtphase einen Bauch und der Patient spannt den Bauch an oder jault sogar vielleicht, macht irgendwelche Bewegungen die mir zeigen es mag er nicht.

00:26:59: Dann hat er noch Schmerzen.

00:27:00: dann kann ich darauf reagieren.

00:27:02: aber was wir natürlich in aller Regel machen wir greifen ihm schon vor dass jetzt wer wollen erst gar nicht das schmerzen bekommt.

00:27:07: Wir tun also schon in der OP auch für den postoperativen Bereich schon Schmerzwürfel abreichen.

00:27:12: Das heißt wenn er so zum Ende der OP geht Der hat in der Op in aller regel starke opiide erhalten oft in Verbindung mit regional an das zu sehen, dann werden wir schon anfangen auch am Ende der OP ihm was ich sage jetzt mal ähnlich wie Ibuprofen.

00:27:29: Also kein Ibupropfen beim Tierbitt verwenden aber wir können es aus normalen Beziehen.

00:27:32: Gibt's

00:27:32: Fälle die ja da wurde das verabreicht?

00:27:34: Ja also bitte nicht verabreichen!

00:27:35: Aber so kann man sich ein bisschen vorstellen er ist ein bisschen eine Schmerzwelle was durchaus potent ist aber nicht jetzt so ne Opioidpotenz hat dass den zu verabreichend und dass sie auch schon etwas schmerzfrei aufmachen können.

00:27:47: Jetzt haben sie es schön gesagt, die können sich ja uns nicht so mitteilen.

00:27:51: Aber wir können ihnen wiederum auch nicht mitteilern was jetzt eigentlich mit Ihnen passiert.

00:27:55: Sprich, die wissen ja gar nicht, was genau passiert ist, dass Sie in den OP gekommen sind und in einer Kose waren.

00:28:02: Wie reagieren die Tiere wenn sie aufwachen?

00:28:03: Sind die sofort ganz normal?

00:28:06: oder gibt's Tiere, die total verwirrt sind?

00:28:08: Gibt's auch von bis zu beides leider.

00:28:11: Es gibt diese durchgängigen Patienten, die völlig verwirrt sind... Glücklicherweise in aller Regel eine Zeitraum von etwa zehn, fünfzehn Minuten.

00:28:19: Dass sie so ein bisschen extertorisch verwirrt wirken bei geriatischen Patienten haben das ja wieder mal.

00:28:26: Bei den alten Patienten ist es durchaus auch mal vielleicht eine längere Zeit.

00:28:29: Auch da muss man die Leute vor darauf hinweisen gerade wenn die Pferd schon vor der Narkose schon ein bisschen anzeichnen hatten, also ein bisschen Demenzanzeichen.

00:28:37: Das kann sich in der Norkose auch nochmal verschlechtern.

00:28:41: Im besten Fall vorübergehend, dass das dann wieder besser wird im schlimmeren Fall auch nicht vorüber gehend.

00:28:48: Aber sagen jetzt mal die bei dem nicht gereatischen, nicht dementem Patienten haben wir da schon immer mal wieder, dass sie so excitatorisch sind und so vielleicht verwirrt wirken.

00:28:58: Da hilft es in aller Regel einfach pflegerisch dabei zu sein.

00:29:02: ehrlich gesagt ja, die Patienten zu beruhigen ja auch natürlich vor vor Verletzungen zu schützen, wenn die dann irgendwie den Kopf rauf und runter machen.

00:29:09: Dass man da dabei ist und den Kopf hält und ein möglichst ruhiger Umgebung versucht zu beruhigen.

00:29:16: Wenn das gar nicht geht kann man die schon mal nachsidieren, dass sie noch einen Berührungsmittel bekommen.

00:29:20: Ist aber tatsächlich selten notwendig.

00:29:23: Da haben Sie ja ein ganzes Team von ... Wir hatten letztens im Podcast über die tiermedizinischen Fach angestellt.

00:29:28: Die decken das alles

00:29:28: ab?

00:29:29: Genau!

00:29:30: Das ist auch nicht nur nach der Narkose ich finde es auch tatsächlich auch vor der Norkose total wichtig.

00:29:35: Man kann sie auch wahrscheinlich vorstellen, als Mensch.

00:29:37: Je ruhiger die Umgebung ist und das Ambiente im OP ohne eine Einleitung, desto ruhiger sind die Patienten natürlich ja?

00:29:45: Also wenn da ein Trubel ist, ne Hektik darum geschrieben wird dann ist es wirklich ein ganz wirklich ungutes Klima um einzuschlafen für den Patienten.

00:29:54: Und wenn durch gerade durch die TFA's, durch unsere Fachangestellten da einen Klima aufgebaut wird, dass von Ruhe geprägt ist so ein bisschen gestreichelt werden und nett mit denen umgegangen wird, macht das total viel aus.

00:30:07: für die muss man wirklich sagen.

00:30:09: Vielen Dank Herr Dr.

00:30:10: Pieper für das Gespräch und die Infos rund um das Thema moderne Anästhesie.

00:30:14: Sehr gerne!

00:30:14: Ich hoffe dass die Tierbesitzer jetzt... Ihre umwickelrundeten Ängste abstreifen können nach diesem Podcast.

00:30:21: Bei uns geht es nächsten Monat weiter mit Folge Achtzehn über Nierenkrankheiten, ich freu mich wenn Sie wieder dabei sind und vergessen sie nicht unseren Podcast zu abonnieren damit sie keine Folge verpassen.

00:30:31: Schau Servus bis zumnächst mal.

00:30:33: und vielen Dank

00:30:34: Dr.

00:30:34: Pippa!

00:30:34: Herzlich gerne, danke Ihnen.

00:30:35: Das war der Podcast der Tierklinik Oberhaching Menschlich Professionell Wertschätzend.

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